|
War das ein Tag, nein, ein Wochenende. Am Sonnntagabend fängt mein Frauchen an und sucht alle meine Bürsten und Kämme zusammen. Hurra, es geht endlich in den Urlaub. Denkste. Frauchen holt sich ein Decke, kniet sich neben mir hin und schon startet eine Bürstaktion am Sonntagabend. Muss das denn sein, denke ich? „Ja“, sagt Frauchen, „morgen musst Du besonders gut aussehen!“ "Sehe ich nicht immer besonders gut aus?", denke ich. Was ist denn morgen denke ich mir und lasse die Prozedur über mich ergehen. Als Frauchen endlich fertig ist, darf Herrchen mich nicht mal mehr streicheln, nur mein Fell, es sieht ja nun wirklich gut aus, darf er in Wuchsrichtung anfassen, aber nicht, wie nennt Frauchen es, verwuscheln! Nach dem üblichen Sonntagabendfernsehprogramm gehen wir endlich in die Phase der Nachtruhe über.
Montagmorgen, 7:00 Uhr.
Ich denke, ich werde nicht mehr. Frauchen wach, Herrchen wach und ich im Halbschlaf. Die beiden Futtermittelzubereiter sitzen am Frühstückstisch und beißen ihr Toastbrot kaputt, während ich noch vor mir herschlummere. Ich träume von meiner großen Liebe, einer braunen Neufundländerdame, die in Aalen wohnt ...!
Es ist 8:30 Uhr als ich aus meinem Traum gerissen werde, „aufstehen“, ruft Frauchen und fuchtelt mit dem Halsband rum! Ich frage mich, ob sie denn schon auf die Uhr geschaut hat? Ich glaube es zwar nicht, aber nun ja, wer weiß, was sie wieder mit mir vorhaben. Ich bequeme mich, stehe auf und was machen wir? Wir gehen kurz, das war wirklich kurz (kurz = alles unter 60 Minuten), spazieren und fahren dann nach Frankfurt. Nein, was musste ich mir ins Pfötchen lachen, Herrchen hat sich mal wieder verfahren und so bekam ich wieder eine kostenlose Stadtrundfahrt an einem wunderschönen Märzmorgen durch Frankfurt, meine neue Heimatstadt. Nach gut einer Stunde Autofahrt, für zehn Kilometer wohlgemerkt, steuerte Herrchen einen Parkplatz an, in einer engen Seitenstraße. Ausgestiegen und angeleint wurde ich in ein Fotostudio geführt. Nein, was erwarteten mich doch da für freundliche Menschen. Kristin Thoma und Mirco Hastenteufel betreiben dort ein Fotostudio nur für mich, also für mich und meine Hundekumpels. FotoDog heisst das Fotostudio und befindet sich den Räumen der Brücke 17, in der Fechenheimer Straße 15 – 17 in Frankfurt am Main. Vorher, also bevor ich die Fotografen kennen lernen durfte, musste ich was, na, ratet mal, richtig, wieder gebürstet werden. Dann kam was ganz tolles. Die haben sich alle nur um mich gekümmmert. Es gab dort Quitschtiere, Stofftiere, eine ganz tolle rot – grüne Decke, die ist wohl nach der letzten Bundestagswahl dort liegen geblieben, und frisches Wasser für mich. Ich war ein Star dort, ich fühlte mich auf dem Walk of Fame in Frankfurt.
Seit sieben Jahren betreiben der 37-jährige Mirco Hastenteufel und seine Frau die Werbeagentur „Brücke 17“. Klienten sind Kliniken und mittelständische Unternehmen. Im Herbst vergangenen Jahres kamen Mirco und Kristin, ICH darf die zwei duzen, auf die Idee, ein Fotostudio für professionelle Hundeportraits zu eröffnen. Ich möchte besonders erwähnen, dass es hier kein grelles Blitzlicht gibt, denn sonst würden meine treuen Neufundländeraugen himmelblau schimmern, und das bekommt keiner, niemand, weg retouchiert.
Man erreicht das Fotostudio und die Fotografen:
FotoDog, Fechenheimer Straße 15 – 17, 60385 Frankfurt am Main
Telefon (069) 94411383
Telefax (069) 94411361
Mobil (0177) 2573457
e-Mail: info@fotodog.de
http://www.fotodog.de
Nach gut einer Stunde Fotoshooting war ich fix und fertig. Ich konnte nicht mehr, naja, als neuer Star muss man ja auch in Zukunft nicht mehr so viel arbeiten. Wenn Ihr, liebe Hundebesitzer, auch Fotos von meinen Kumpels, die bei Euch leben, machen möchtet, dann geht doch zu FotoDog. Dort ist man gut aufgehoben. Ich musste oft heute an das Lied „Denkmal“ von „Wir sind Helden“ denken. FotoDog bietet sogar Bilder in Größen von über 150 cm breite an! Da lächelt einem zu Haus ein Neufundländer in Originalgröße von der Wand an, auf Leinwand mit Holzrahmen, abwaschbar, also wie im echten Leben!
Ich bin nun müde von meinem ersten Fotoshooting, eigentlich war es ja mein Zweites, aber dieses heute war der Hit, endlich mal fühlen wie die Schiffer, Klum und wie sie nicht alle heißen. Udo Walz wurde vertreten von meinem Frauchen, das Make Up kam aus eigener Herstellung, Futter wurde geliefert von Herrchen und die Getränke stammten aus einer Leitung der Frankfurter Wasserwerke. Ich muss jetzt erstmal auf meinen Balkon und mich ausruhen. Es gibt noch mehr Bilder von mir, mehr als 110 Bilder wurden von mir gemacht, sicherlich davon auch einige für einen Reisepass mit biometrischen Daten geeignet.
Ich kann nur vier Pfoten geben und die gebe ich auch, danke für den tollen Tag und danke für die Stadtrundfahrt.
Bis zum nächsten Mal,
Euer Xambo
PS: Mehr von mir in der neuen Ausgabe von "Die Bärenpost", ab 2. April 2007 über Neufundländer in Not e.V. zu beziehen!
|