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Zwei Neufundländer und ihre Geschichte |
Zwei Neufundländer in Not …
… erzählen ihre Geschichte. Da ist einmal der GONZO. Gonzo ist ein braun-schwarzer Neufundländer, der aus dem Land von Otto, aus Ostfriesland, kommt. Die ehemalige Besitzerin rief bei Neufundländer in Not e.V. an und meldete ihn zur Vermittlung, da sie Ärger mit den Nachbarn hätte, der Hund stinke so. Man kümmerte sich um eine neue Familie und es wurde schnell eine junge, passende Familie gefunden. Diese hat sich in ihren Bus gesetzt und Gonzo gleich mitgenommen. Er stieg schwanzwedelnd ein, freute sich überschwänglich und fühlte sich wohl. Es gab da jedoch ein paar Probleme. Gonzo stank, ein Problem, welches dank Shampoo und Ganzkörperrasur schnell behoben war. Das andere Problem waren Liegestellen, groß und dick wie Tennisbälle. Diese biss sich Gonzo immer auf bis es blutete. Hinzu kam eine Pyodermie, eine eitrige, chronische Entzündung der Haut, stark eitrige Ohren – auf ganzer Linie ein kranker Hund, ein Neufundländer in Not. Gonzo wurde der Tierärztin vorgestellt und man riet sehr vorsichtig zur Operation, denn Liegestellen heilen sehr schlecht nach einer Operation. Man vereinbarte den Tierschutztarif und Gonzo wurde operiert, nur etwa 150 Euro sollte es nach Aussage der Dr. D. kosten. Die Operation verlief gut, es gab im Anschluss Wundheilungsstörungen und die Tierarztrechnung – sie wurde per Einschreiben gesendet – betrug 450,13 €. Gonzo konnte bei seiner neuen Familie nicht bleiben und auch seine Wunden wurden schlechter. Die neue Familie brachte ihn zum neuen Tierarzt und der fand vergessene Wundklammern in den eitrigen Wunden. Dr. D. hatte mehrmals geklammert, da die Wunden aufrissen und Dr. Sch. aus Schleswig Holstein fand nun die Klammern, Ursache der schlechten Heilung. Diese wurden entfernt und jetzt, nach nochmals knapp 700 € Tierarztkosten für die Behandlung, befindet sich Gonzo auf dem Weg der Besserung, die Wunden sind fast geschlossen und die Haut sieht auch deutlich besser aus.
Gonzos Freund heisst Ben, kommt aus Biblis. Ben wurde mitsamt des Hauses verkauft und saß alleine und traurig im Garten, als seine neuen Besitzer einzogen. Diese wollten ihn nicht und meldeten sich bei Neufundländer in Not e.V.! Es wurde ein Platz für ihn organisiert und am Ostersamstag kam er als Osterei in die Pflegestelle nördlich von Frankfurt am Main. Hier wurde er schnell der Liebling der Tierpfleger und der Gassigeher. Sein Auftritt im Hessischen Rundfunk bei herrchen gesucht versprach zum Erfolg zu werden. Am 24. April 2007 wurde er von seiner neuen Besitzerin abgeholt und dann begann die Geschichte des Grauens. Am 30. April 2007 wurde Ben ohne medizinische Indikation kastriert, was einen Verstoß nach § 6 des Tierschutzgesetzes entspricht. Der Tierarzt forderte eine Blutuntersuchung und ein Herzultraschall, beides lehnte die neue Besitzerin ab. Der Tierarzt Dr. K. aus Sachsen kastrierte ihn dennoch und gab dem Ben – auch weil es die Besitzerin ablehnte – keinen Halskragen. Ben leckte an den Wunden, riss sich Fäden heraus und am 2. Mai 2007 wurde Ben wieder in seiner Pflegestelle abgegeben. Die Frau wollte ihn doch nicht, er gefiel ihr nicht. Die Wunde stark entzündet ging Ben, jetzt mit Zinkspray und Halskragen bewaffnet, zu einer neuen Familie, die ihn nun liebevoll umsorgt, seine Wunden und die kranke Neufundländerseele pflegt. Er wog bei Abgabe nur 37 kg, hat jetzt aber schon mehr als zwei Kilogramm zugenommen.
Neufundländer in Not e.V. hat im März und April 2007 weit über 2.000,00 € für kranke Neufundländer an Tierärzte überwiesen, ohne Futterkosten. Es sei erneut anzumerken, dass sich der Verein ausschließlich über Spenden und Sponsoren finanziert, ohne die diese teils sehr traurige Arbeit kaum zu bewältigen wäre. Die Augen eines glücklichen, ehemaligen Neufundländer in Not entschädigen jedoch für die Mühe und Ängste, die wir mit, für und um unsere Nothunde hatten und haben.
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