Neufundländer in Not e.V. - Aragon ist nicht mehr bei uns
Aragon ist nicht mehr bei uns

Aragon ist nicht mehr bei uns – seine letzten Grüße

Gestorben am 25.02.2010, eingeäschert am 5.03.2010

 

 

 

 

„Hallo, ich bin Aragon und schaue jetzt aus den ewigen Schnüffelgründen zu Euch herunter!

 

Seitdem mein Sohn Ben und ich vom Neufi-in-Not e. V. aus dem schrecklichen Schrebergarten in Niedersachsen befreit wurden, war ein schlimmes Jahr des Hungers und der Schmerzen überstanden. Im Sauerland wurden wir auf dem Hof einer Tierärztin von unseren Leiden geheilt. Und dann trennten sich die Wege von meinem Sohn Ben und mir. Denn als meine neuen Menschen Petra und Martin mich oft besuchen kamen, mit mir echt weit wandern gingen und mich anschließend im Auto mit in meine neue Heimat nahmen, konnte ich wirklich nicht Nein sagen. Ein schönes zuhause, wo ich mich in einem halben Zimmer einrichten konnte, 3 herrliche Ausflüge am Tag, vormittags und nachmittags Ruhe satt, Futter, dass ich verdauen konnte, davon hatte ich nicht mehr zu träumen gewagt. Zu Beginn in meiner neuen Heimat hatte ich so schreckliche Angst, dass alles wieder vorüber gehen könnte, wollte meine Menschen immer sehen und kontrollieren, was sie machen. Da habe ich mich oft daneben benommen. Aber irgendwie haben wir es dann gemeinsam geschafft – und ich war im 7. Himmel! Ich war nicht mehr der Jüngste. Dass es mit der Zeit stetig immer etwas langsamer ging, habe ich gar nicht bemerkt, meine Menschen waren immer bei mir. Aber dann wurde es doch schlimm. Schmerzen im Becken und an meiner Bandscheibe hatte ich ja schon seit langem, aber dann hatte ich auf einmal keinen Hunger mehr, eine Zeit lang quälte mich ungeheurer Durst, mein Herz schlug so schwach, es war so ein druck in meinem Körper, ich bekam schlecht Luft. Wenn ich nachts nicht liegen konnte, waren meine Menschen bei mir und gaben mir etwas, das mich von den Schmerzen befreite – bis es wirklich nicht mehr ging.

 

An diesem Tag hatte der Regen mal Pause gemacht und die Sonne strahlte durch die geöffneten Himmelstüren. Ich saß bei aufrecht in meinem geliebten Auto, und meine Menschen und zwei Ärzte, die auch schon seit langem kannte, waren da. Es war schön. Plötzlich wurde ich so müde, die Welt drehte sich vor meinen Augen, ich spürte den festen, stützenden Griff von Herrchens Hand an meiner Wange.....“.

 

Aragon, Du warst uns ein toller und guter Hund – in unserer Stadt warst Du bekannt für Dein liebes Wesen und Deine prächtige Erscheinung. Wir haben Dein schließliches Leiden bis zuletzt Nacht für Nacht miterlebt, bis Du uns zeigtest, dass Du Dich verabschiedest. Wir wollten Dich nicht länger leiden lassen – Du hattest mit geschätzt 13 Lebensjahren noch Deine Würde, als Deine Augen sich am 25. Februar 2010 für immer schlossen. Geliebter Aragon, mach´s gut in den ewigen Schnüffelgründen – bis wir uns dort wiedersehen!

 

 

Petra und Martin

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