Nun ja, da war er da, d e r T a g , wo es hieß Abschied zu nehmen. Greschka unsere 11-jährige Hündin war für eimmer eingeschlafen. Wie sehr wir uns an unseren Neufi gewöhnt hatten, merkten wir in den nachfolgenden Tagen. Also es dauerte nicht lange, der Entschluß war gefaßt, ein anderer Neufi mußte wieder ins Haus. Internet an - Züchteradressen gesucht ! Aber was war d a s ?? "Neufundländer in Not" ??? Ein neuer Gedanke schlich sich in unsere Köpfe ein. Warum nicht einem Neufundländer aus einer Notlage heraus, ein schönes Zuhause geben ?? Die Seiten wurden ausgiebig studiert und der Entschluß stand fest ! Hier m ü s s e n wir helfen !! Es wurde telefoniert und unser Leid geklagt. In vielen freundlichen Telefon-Minuten kristallisierte sich heraus, daß mehrere Neufis aus schlimmsten Verhältnissen in Italien nach Deutschland gebracht werden sollten, und so, vor dem sicheren Tod gerettet, ein neues Zuhause suchten. Wir erklärten uns bereit, zwei von ihnen bei uns aufzunehmen. Dann begann die Zeit des Wartens und des Bangens ..."sind sie lieb, oder schnappen sie womöglich vor Angst, sind sie voll Ungeziefer, oder krank, wie sehen sie wohl aus, usw. usw..." ?? Aber dann kam der Tag, an dem das Warten ein Ende hatte; wir konnten unsere Neufis abholen. Zwei Mädels, wie wir über Handy direkt nach Übernahme in Italien erfahren haben. Also nichts wie los, das Auto wurde vollgetankt, und "ab die Post" 400 Kilometer ins Eifelland. Da standen sie nun vor uns, zwei total verängstigte, schwarze "Wattewesen", stark riechend, verfilzt, abgemagert und voll mit Parasiten. Nicht schlimm, denn das kann man beheben.Nun ja, die nötigen Formalitäten und der Papierkram wurde erledigt und ab ins Auto Richtung neue Heimat ins Schaumburger Land. Die ganze Fahrt über wagten unsere beiden neuen Mädels nicht einmal den Kopf zu heben oder aus dem Fenster zu schauen. Zuhause angekommen, die Überraschung für den Rest der Familie. Die beiden Mädels raus in den Garten, und unsere Tochter (3 Jahre alt) stürzte sich gleich auf die Beiden. BONNY und ANNA, wie wir sie nennen, wußten nicht wie ihnen geschah und ließen die Streichel-Attacken - völlig überrumpelt - über sich ergehen. Während der ersten Tage, wollten die Beiden überhaupt nicht mit in die Wohnung und verkrochen sich im Garten unter ihrem - bereits am ersten Tag gefundenen -- Lieblingsbusch. Sie hatten vor allem Angst, ob es ein Besen war, eine Hand oder die Pferde. Nun, kein Wunder, sie kannten ja n i c h t s ausser einem "Drahtkäfig" Mit viel Zuwendung sowie Streichel- und Bürsteneinheiten, wurden die Beiden immer zutraulicher und kamen dann von ganz alleine mit in die Wohnung. Nach 2 Wochen Eingewöhnung folgte der erste Spaziergang an der Leine. BONNIE wollte erst gar nicht mit laufen; sie hatte wohl Angst, wieder weg gebracht zu werden. ANNA rannte an der Leine kreuz und quer über die Straße. Eine Woche später, war alles Ängstliche beim Laufen verfolgen. Jetzt, einige Zeit später, leben die beiden Mädels bei uns in der Familie, so, als ob sie schon immer hier waren. Sie halten sich immer dort auf, wo einer von uns aus der Familie ist. Klar, die Beiden haben vor bestimmten Sachen immer noch ein wenig Scheu, z.B. wenn viel Besuch kommt, oder vor lauten Geräuschen. Je öfter Leute kommen, desto besser wird der Umgang mit fremden Menschen. Jetzt toben die Beiden mit unserer Tochter durch den Garten; und wenn 2 Neufis toben, bleibt nichts mehr stehen. Da Neufundländer vom Wesen her sehr ruhig und ausgeglichen sind, hat sich diese Tatsache auch bei unseren Neufis in Not bestätigt. Sie brauchen einfach nur mehr Zuwendung und Liebe und schon hat man liebe und treue "Teddys", die jede Streicheleinheit mit Dankbarkeit und Zuneigung beantworten, daß es einem jedesmal warm ums Herz wird. Man kann das mit Worten einfach nicht beschreiben; man muß es einfach erleben. Es muß nicht immer ein Welpe sein ! Ihr Menschen, die einen Neufi oder auch mehrere sucht, habt keine Scheu, einen solchen Hund bei Euch aufzunehmen, sei es als Pflegehund oder als eigenen Familienhund. Glaubt mir, Ihr werdet es n i c h t bereuen ! Denn solch liebenswerte Hundewesen haben es einfach verdient, den Rest ihres Lebens gut in Liebe und Freundschaft zu leben ! Ein Welpe bekommt immer einen Platz, denn sie sind nun einmal niedliche, kleine "Wollknäule" Die aber in Not geratenen Hunde haben es schwer, denn keiner weiß so recht, was mit ihnen passiert ist; und man weiß nicht immer, was man bekommt. (Alter, Gesundheit, Psyche) - aber gibt man Liebe und Zuneigung, kommt das vom Hund zurück. LIEBE LEUTE, wenn Ihr euch immer noch nicht traut, dann ruft doch einfach mal bei uns an oder kommt vorbei, um zu erfahren, wie BONNY und ANNA jetzt leben. Telefon: 05702 / 850377 Wir würden es immer wieder tun !!!
Mit lieben Grüssen, Familie Lübker
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