LEO Nikolaushund

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Vom Not-Neufi zum Nikolaus-Hund

Als wir am 28.2.2015 unseren ersten Not-Neufi Diego nach 9 Jahren und 9 Monaten über die Regenbogenbrücke ziehen lassen mussten stand für uns fest das ein Neufundländer aufgrund seines Gemüts absolut zu unseren Favoriten gehört. Da bisher alle unsere Hunde aus dem Tierschutz kamen, traf es sich gut, das ich durch eine Kollegin auf NIN aufmerksam gemacht wurde. Nach einem kurzen Telefonat mit Frau Brabant wurden wir an Familie Neuen weitergeleitet.

Das erste Telefonat mit Rolf Neuen führte ich am 01.06.2015. Er berichtete das am Vormittag ein 4jähriger Neufundländerrüde aus dem Schwarzwald abgeholt wurde. Leo war kein typ. Not-Neufi, er war gesundheitlich fit, hatte eine Ausbildung in der Wasserrettung begonnen, war Besuchshund im Altenheim und Lese-Hund in einer Grundschule gewesen. Da die Vorbesitzerin von Leo schwer erkrankt war, musste die Familie ihn schweren Herzens abgeben, da sie ihm nicht mehr gerecht werden konnte.

Zunächst war vorgesehen das Leo von einer Frau übernommen werden sollte, die schon 2 Hunde hat und Leo, ebenso wie ihr Rüde, als Therapiehund mitarbeiten durfte. Unser großes Glück war es, das der Rüde Leo absolut nicht akzeptierte und so rief Rolf Neuen bereits 3 Tage nach unserem ersten Telefonat erneut bei uns an und eröffnete uns, das Leo bei der geplanten Stelle nicht bleiben konnte und jetzt erst mal auf einer Pflegestelle untergebracht sei. Zügig verabredeten wir einen Besuch von Rita und Rolf Neuen bei uns, um abzuklären, ob wir eine geeignete neue Familie für Leo sein könnten.

Montag 08.06.2015 trafen die beiden mit Max, einem ihrer 6 Not-Neufis, bei uns ein. Wir führten ein nettes Gespräch, waren uns auf Anhieb sympatisch und Rolf Neuen versprach sich bei uns zu melden und Nachricht zu geben ob wir, ihrer Einschätzung nach, geeignet sind um Leo ein neues Zuhause zu geben. Am selben Abend rief er schon an und sehr zu unserer Freude durften wir Leo übernehmen. So kam es, das am 10.06.2015 Rolf Neuen mit Leo bei uns vor der Türe stand. Wir waren sehr beeindruckt von Leo, da er um einiges größer war als unser Diego.

Die ersten Wochen haben wir mit viel Liebe und stetiger Konsequenz erst einmal ganz alltägliche Dinge wie Gassi gehen bewältigen. Leos Dickkopf forderte mich total, aber von Anfang an hat er mich als seine absolute Bezugsperson auserkoren. Wir haben uns hier vor Ort mit 5-7 Hundebesitzern zusammengeschlossen und so gehen wir mindestens 2x pro Woche im „Großen Rudel“. Leo ist hochmotiviert wenn er mit seinen Kumpels durch Feld und Wald schnüffeln kann und trotz seiner mittlerweile 8 ½ Jahren tobt er dann wie ein Jung-Spund.

Nach ein paar Monaten gingen wir einige Male mit einem Hundeverein als Besuchshund in eine Demenzgruppe. Das kannte Leo von seiner Vorbesitzerin und er hatte sichtlich Spaß an dieser Arbeit.

Das absolute Highlight mit ihm hatte ich im letzten Jahr! Ich arbeite als Kinderkrankenschwester im Marienhospital in Bonn und habe bei meinem Chef seit längerem das Interesse an unserem Leo geweckt. Ich erzählte ihm, das er als Besuchshund einige Einsätze mit der Vorbesitzerin und auch mit mir absolviert hat und sowohl Kinder als auch alte Menschen begeistert waren von dieser Aktion.

Nachdem wir uns von allen offiziellen Stellen das OK eingeholt hatten, konnte unser geplantes Event starten. So kam es, das wir letztes Jahr den Nikolaus, zur jährlichen Adventfeier für stationäre Kinder in einem der Konferenzräume, begleiten durften. Die Kinder hatten einen Riesenspaß und ich glaube diese Nikolausfeier werden sie so schnell nicht vergessen. Leo mit seiner stoischen Ruhe trottete mit dem Nikolaus in den Saal begleitet von Weihnachtsliedern die die Kinder sangen. Leo genoss es sichtlich nachher ausgiebig gestreichelt zu werden. Die Extra-Portion Leckerlis zu Hause hatte er sich redlich verdient. Schnell stand fest, diese Aktion wollen wir 2019 wiederholen bzw.ausbauen.

Dank der grandiosen Unterstützung meines Chefs bekamen wir für dieses Jahr sogar die Erlaubnis mitdem Nikolaus über unsere 3 Kinderstationen zu gehen. Natürlich nach Abklärung, ob es Kinder mit Hundehaar-Allergien oder Angst vor Hunden gab. Sehr zu meiner Freude kamen Rita und Rolf vorbei um diese Aktion mitzuerleben. Es war schön zu sehen, wie sich nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und Pflegepersonal freuten, Leo begrüßen zu dürfen. Es war eine rundum gelungene Sache!

Doch das ganze wurde noch getoppt!!! Die Begeisterung Aller über diesen Nikolaus-Hunde-Besuch hatte sich bis zur Verwaltungsdirektorin rumgesprochen. Sie fragte nach, ob wir nicht öfters die Stationen besuchen könnten. Das ist genau die Möglichkeit, wonach ich seit Jahren Ausschau gehalten hatte.

Jetzt hat Leo einen festen Job alle 4-6 Wochen als Visiten-Hund und ich hoffe es macht ihm weiterhinsoviel Spaß wie am Nikolaustag.

Danke liebe Ines für diesen tollen Hund und danke auch an Rita und Rolf das ihr uns Leo anvertraut habt.

Monika, Jürgen und Hendrik Brandert

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