Ein Blick zurück auf 2025

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Neufundländer in Not e.V. 10. Januar 2026

In 2025 wurden wieder 26 Neufundländer erfolgreich von NiN e.V. in ein neues Zuhause vermittelt; zum Teil aus schlechter Haltung, nach Tod des Halters und/oder anderen Gründen.
Nein, ich werde nicht über alle hier berichten !
Viele Neufundländer konnten direkt, ohne Zwischenstopp von A nach B gebracht werden, da die Übernehmer uns schon bekannt waren und in den letzten Jahren schon einmal einen Neufi von NiN e.V. übernommen haben.
Aber Einige sind doch erwähnenswert, wie beispielsweise LINUS, der mit Hilfe von Nicole Flöter aus einem langen Aufenthalt im Zwinger befreit und in ein neufundländergerechtes Zuhause vermittelt werden konnte.
Hier musste er lernen, wie schön es ist, in einem Haus wohnen zu dürfen. Tägliche Spaziergänge und nach den Pferden zu schauen gehört nun zu den Aufgaben von LINUS. Aber als „Krönung“ hat die Familie zu Ostern noch eine Neufihündin übernommen. Die Beiden sind ein ganz tolles Team und machen nun alles im Doppelpack.
Oder auch PACKO und BIGGI, die in einem katastrophalen schlechten Gesundheitszustand, sowie optisch noch verfilzt und verdreckt, von einem Ehepaar, die einen Pferdehof in Brandenburg führen, übernommen wurden. Sie wurden sofort tierärztlich versorgt. Ein Aufenthalt in der Tierklinik auf der Intensivstation war erforderlich. Eine kostenintensive Rettungsaktion.
Wir hoffen, dass die Beiden „Oldies“ jetzt noch eine schöne Zeit verbringen dürfen.
Am 14. Januar 2025 musste die Hündin CORA, die schon einige Zeit bei der Familie Schwarz in Wuppertal lebt, aufwändig operiert werden. Auch hier hat sich NiN e.V. an den hohen OP-Kosten finanziell beteiligt.
Ein Rüde namens MURPHY wurde im Westerwald geholt und nach Böblingen gebracht. Frau B. und der „Junge“ waren sich sofort einig: …. „das passt“! Eine gemeinsame Reise nach Schottland war auch schon geplant; doch leider ist MURPHY vorher gestorben. Auch solche Momente gehören zu NiN e.V.
Dann erreichte uns ein Notruf aus Maulbronn. Ein Ehepaar – beide schwer erkrankt – konnten sich nicht mehr artgerecht um ihren schon älteren Neufundländer kümmern. Nach vielen Telefonaten und Absagen meldete sich ein Herr aus Paderborn, der den „betagten“ Neufirüden gerne übernehmen würde.
Nach einem Telefonat mit dem Ehepaar stand fest, Herr E. Grimm aus Paderborn würde natürlich auch gerne nach Maulbronn kommen. Auf diese Weise lernt man sich gegenseitig kennen und man weiß wer MAX übernimmt.
Es waren sehr emotionale Gespräche; und es passte auch hier wieder alles, und Herr Grimm konnte MAX gleich in seinen Wagen springen lassen. Nun hat MAX wieder jemanden, der mit ihm täglich unterwegs ist, der ihn versorgt und pflegt.
So wie MAX und alle NEUFIS es auch verdient haben.
Die ehemalige DNK Landesgruppenleiterin der LG Sachsen musste ihren Seelenhund BRUNO plötzlich und unerwartet über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Petra ohne Neufi – das geht gar nicht! Also stand fest, der nächste gemeldete Neufi geht zu Petra. Ein paar Tage später wurden wir gebeten, MAYA zu übernehmen. Eine Scheidungswaise, die in der Nähe von Dahme (Schleswig-Holstein) zuhause ist.
Nach vielen Telefonaten habe ich in Eutin noch ein Hotelzimmer bekommen. Ich bin dann freitags nach Eutin gefahren; habe Samstagmorgen Maya übernommen und habe mich dann mit ihr auf die lange Reise ins Erzgebirge nach Sachsen begeben. Bei Chemnitz dann endlich runter von der Autobahn und Endspurt nach Olbernhau. Angekommen !!! Jedoch etwas irritiert, denn die Straßenbeschilderung und die Navi-Angaben passten nicht !!
Also dann meine Vorgehensweise wie in alten Zeiten: Passanten fragen !! Bevor ich jedoch fragen konnte, kam eine junge Dame auf mich zu und meinte: …“Wenn Sie mir sagen, was für einen Hund Sie im Wagen haben, kann ich Ihnen sagen, wo Sie hin möchten!“ …. Einen Neufundländer, erwiderte ich ! Dann wollen Sie zu Petra. Kurze Wegbeschreibung: hier nach links, nach 100 Metern auf der rechten Seite das dritte Haus, da sitzt Petra auf dem Balkon. B i n g o, genau so war es. Bevor ich den Wagen in die Einfahrt setzen konnte, stand Petra schon am Kofferraum. Ich öffnete den Wagen, MAYA sprang raus und stand neben Petra. Ich war – sozusagen – für die beiden Damen abgeschrieben.
Nach einigen Minuten gingen wir zusammen ins Haus. MAYA inspizierte alle Räume, ging nach draußen und schritt den Garten ab und legte sich gleich in eine Ecke, von der sie alles im Blick hatte.Ich wurde von Petra fürstlich bewirtet; sie hatte leider keine Zeit sich dazu zu setzen. Sie musste immer wieder nach „ihrer Maya“ schauen und war in dem Moment die glücklichste Neufundländerhalterin, die ich je erlebt habe.
Nach langen Gesprächen – natürlich über Neufundländer – brachte mich Petra dann zu meiner Unterkunft. Ein ganz tolles Haus, nur für mich! Am nächsten Morgen haben wir noch zusammen gefrühstückt. Maya ist hier ZUHAUSE und mittlerweile auch schon Ehrenbürgerin von Olbernhau. Petra und Maya gehen jeden Weg gemeinsam. Da hat sich die lange Reise richtig gelohnt, und ich würde es immer wieder machen.
Ich wünsche den Beiden – sowie allen vermittelten Neufundländern – noch eine schöne und lange gemeinsame Zeit.
Dann war noch ein Anruf aus Cuxhaven. Hundehalter verstorben. Die Familie kann sich berufsbedingt nicht ausreichend um ROGER kümmern. Auch hier wurde schnell ein geeignetes Ehepaar gefunden, welches sich um ROGER kümmern will. Also, auf nach Cuxhaven, den Neufi abholen und an Familie W. aus Schweinfurt übergeben. ROGER wird hier nun zum „Therapiehund“ ausgebildet.
Kurz vor Weihnachten ereilte mich noch ein Hilferuf aus Eisenach in Thüringen. Ein Neufimädchen wird nur draußen gehalten und kann nicht mehr entsprechend versorgt werden. W e r nimmt so kurz vor den Feiertagen noch einen Neufi auf ??
Ich erinnerte mich an ein Gespräch, welches ich mit Frau Gillich Mitte des Jahres geführt habe. Warum nicht einfach noch mal dort anrufen und fragen, ob sie Platz für RONJA haben. Sie haben am Tag zuvor ihren Neufi gehen lassen müssen, waren aber sofort bereit, RONJA zu übernehmen. Also, auf nach Eisenach, Ronja abholen, um sie nach Balve ins Sauerland zu bringen. Auch hier war die Freude groß, als ich endlich auf den Hof fuhr. RONJA wurde freudig begrüßt und aufgenommen.
Auch sie hat sich schnell an einen Schlafplatz im Haus gewöhnt und wird richtig gut betreut und versorgt. Jetzt muss sie allerdings noch lernen, “was darf ich hier, und was nicht“ …
S o macht Neufundländer in Not e.V. Spaß !
Alle sind zufrieden, die Neufundländer wurden wieder gut vermittelt, so dass sie noch
eine wunderschöne Zeit im neuen Zuhause erleben dürfen.
NiN e.V. ist zwar eine kleine, aber doch „schlagkräftige Truppe“.
Wenn auch Sie dieses Glücksgefühl einer erfolgreichen Vermittlung spüren und erleben möchten, dann bitte !!! Wir freuen uns über jeder Art der Hilfe und Unterstützung.

Gez. Rolf Neuen
Neufundländer in Not e.V.
Tel.: 0172 / 20 510 37

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