Macy die Kämpferin!!!

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Es war am 27. Juli 2018 und die Tierärztin Frau Dr. K. musste zu uns kommen. Maci ging es sehr schlecht. Sie kam mit den Hinterläufen alleine nicht mehr hoch.

Man muss wissen, Macy kam vor vier Jahren mit ihrem Sohn Zeus aus Ungarn zu uns in die Pflegestelle. Sie kam schon mit Arthrose und Spondylosen zu uns und ist mittlerweile schon 14 Jahre alt. Also, Frau Dr. kommt und Macy zickt rum. Nein sie will nicht und giftet die Ärztin richtig an.

„Was sie noch nie gemacht hat!“

Unser Sohn Sebastian, der die Situation beobachtet hat setzt sich für Macy ein. „Wenn noch so viel Kampfgeist in ihr steckt warum nicht noch Cortison und Anabolika verabreichen.“? Ok, wir versuchen es und siehe da, zwei Tage später humpelt Macy wieder selbständig zu ihrer großen Wiese und mit kleinen Pausen auch wieder zurück.

Inzwischen sind vier Monate vergangen und das laufen wurde Naturgemäß immer schwieriger.

An alle Tierschützer, wir haben stets darauf geachtet das Macy schmerzfrei bleibt und es nicht in den Bereich der Tierquälerei übergeht!

Sie wollte immer noch mittendrin sein. Sie war Chef vom Rudel und sagte den anderen wo es lang geht. Sie fraß und trankt gut, mit Hilfe von uns allen verrichtete sie auch noch ihre Geschäfte im Garten. Zur Unterstützung trugt sie jetzt beim laufen eine Tragehilfe, zwei miteinander verbundene Geschirre. Dadurch ergabt sich eine gute Möglichkeit die „kleine Mama“, wie sie immer liebevoll genannt wurde, beim gehen, für uns auch Rücken schonend, zu unterstützen. Die Fress – und Wassernäpfe wurden jetzt kleiner und bei Bedarf auch hinterher getragen.

„Na und!“

Unsere Holzböden wurden mit einem Rutschfestem Belag ausgelegt und noch mit wasserdichtem Tapezierflies überzogen. Man könnte ja so ein wirklich schönes, ruhiges Leben haben. Aber wir sind nun mal eine Pflegestelle für in Not geratene Neufi’s ,und Macy wollte trotz ihrer Behinderung immer noch dabei sein. Wenn man bedenkt wie Macy und Zeus zu uns gekommen sind, das es bald ein halbes Jahr gedauert hat bis sie sich freiwillig und ohne Zwang ins Haus trauten, alles bestaunten wie Kinder die das erste mal einen Tannenbaum sehen. Wie sie immer selbstbewusster wurden und Vertrauen zu uns aufbauten, uns dann mit ihrer ganzen Liebe für alles entschädigten.

Ja, die „kleine Mama“ war eine Kämpferin die am Leben hing. Ihre Augen waren bis zum letzten Moment hellwach. Wenn ein Neufi so am leben hängt ist es unsere Verdammte Pflicht alles zu geben um es für ihn erträglicher zu machen!

Das größte Glück war für Macy, Abends mit ihrem Rudel in den Hundebetten zu liegen.

Am 25. Nov 2018 hat die „kleine Mama“ ihre schönen Augen für immer geschlossen.

Das Team -Neufundländer in Not eV.-

 

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